Mittwoch, 26. Januar 2011

Letztens im InterConti...

zu: die Ausstellung "Stockwerk Zwölf" im Hotel InterContinental Düsseldorf

…habe ich mir eine ungewöhnliche Ausstellung angesehen.
"Stockwerk Zwölf" - wie die Schau zu ihrem Titel gekommen ist, habe ich nicht verstanden - zeigt Arbeiten von elf jungen Künstlern aus den Klassen von Christopher Williams und Andreas Gursky (Kunstakademie Düsseldorf). Kuratiert wurde sie vom NRW-Forum und sie "verlängert […] die Darstellung der enormen künstlerischen Leistung von Bernd und Hilla Becher und ihrer Schüler […] in die heutige Zeit". Aha, okay.

An der Hotelrezeption wurde ich mit einer Schlüsselkarte für den Aufzug ausgestattet und dann konnte die Reise beginnen. Denn auf jedem der zehn Stockwerke befinden sich - direkt vor den Aufzügen - etwa fünf Arbeiten von je einem der Künstler.
Also: einen Aufzug rufen, warten, rein in den Lift, mit der Schlüsselkarte hantieren, eventuelle Mitfahrer grüßen, ein Stockwerk höher aussteigen, Kunst angucken, wieder einen Aufzug rufen, warten, mit der Schlüsselkarte hantieren…und das Ganze dann zehn Mal. Irrfahrten - ausgelöst durch andere Aufzugnutzer - nicht mitgezählt. Eine aufwändige Prozedur, die dazu führte, dass ich die Kunst in den letzten vier Stockwerke völlig entnervt nur im Vorbeifahren (Glasaufzug!) rezipierte.
Im ersten Stock: Arbeiten von Xiangwei Liu
An die präsentierten Werke kann ich mich kaum erinnern - geschweige denn an Künstlernamen, sehr wohl aber an die Begleitumstände und räumlichen Gegebenheiten. Es hat also einen Grund, warum Ausstellungen an Kunstorten (Museum, Galerien, etc.) am Besten funktionieren. Zum Glück gibt es einen schönen kostenlosen Katalog mit vielen großen Abbildungen und kurzen Texten!
Der Katalog zur Ausstellung. Umschlagmotiv: Teppichboden des Hotels! 
Die Ausstellung läuft noch bis zum 25.02.11!

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