Samstag, 19. Februar 2011

Malerei aus London und Düsseldorf

zu: "Der Menschen Klee" in KIT-Kunst im Tunnel // bis 03.04.2011


"Der Menschen Klee" ist der sperrige Titel einer Ausstellung, die gestern Abend im Düsseldorfer KIT am Mannesmannufer, direkt am Rhein, eröffnete.
"Eine Ausstellung über Malerei aus London und Düsseldorf" heißt es im Untertitel und so war ich beim Betreten der Ausstellung zunächst überrascht, direkt von einigen Installationen begrüßt zu werden.

Cornelius Quabeck/Jörg Immendorff "Sommersemster 1998"
Als nächsten stieß ich auf zehn anekdotenhafte, kleinformatige Gemälde von Cornelius Quabeck - der übrigens die gesamte Werkauswahl für die Ausstellung traf. Die zehn Arbeiten entstanden während des Sommersemesters 1998 in der Klasse von Jörg Immendorff und sie legen Zeugnis ab von zehn Kolloquien, denn Cornelius Quabeck malte die Veranstaltungstermine auf je eine kleine Leinwand, um diese als Infotafeln in den Klassenraum zu hängen. War die Lehrveranstaltung um und die Arbeit getan, machte Jörg Immendorff dann einen Haken darauf. In der Klasse des legendären Malers wurde also nicht nur über, sondern auch in Bildern kommuniziert.

Das Gros der weiteren Arbeiten der Ausstellung besteht aus auffallend großformatigen, figurativen Malereien, die mich allesamt nicht vom Hocker hauen und auf den rauen, grauen Wänden irgendwie fahl wirken. Außerdem gibt es noch zwei Videos und einige interessante Skulpturen von Martin Westwood und Eva Berendes zu sehen.

Aber schon allein wegen der tollen, unterirdischen Location des KIT, das direkt an der Rheinpromenade liegt, würde ich einen Besuch dort immer empfehlen. Besonders abends, wenn es dunkel ist, lohnt es sich - selbstverständlich nach dem Ausstellungsbesuch - in die Bar des Hauses einzukehren und auf die Lichter der Stadt zu blicken.

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