Freitag, 18. März 2011

Architektur ganz leicht

zu: Nie wieder keine Ahnung - Architektur, SWR Fernsehen // nächste Sendung 24.03.2011, 22.30 Uhr, SWR

Enie van de Meiklokjes erklärt uns Hand in Hand mit Raimund Wünsche (Leiter der Glyptothek in München) und Andreas Hild (Architekt) die Welt. Nach der Staffel über Malerei, nimmt Enie nun die Architektur ins Visier. Und zwar mit "Fragen, die sich Neueinsteiger oft nicht zu stellen trauen", wie der SWR beschreibt, und nebenbei gar nicht staubig, sondern unkonventionell und "jung". Und das sieht dann folgendermaßen aus: Enie springt mit ihren beiden Experten durch Bilder, steht in Konstruktionszeichnungen und spaziert so durch die großen Architekturen der Zeit. Gestern ging es um die Materialien des Bauens wie Beton, Klinker oder Stein.
So weit, so gut. Nette Idee. Leider wirken alle Beteiligten verkrampft und aufgesetzt naiv. Die Fragen, die Enie den Experten stellt, sind teilweise wirklich simpel, aber das ist meiner Ansicht nach nicht das Problem. Die Art, wie Enie sie stellt, erinnert an kleine Kindergartenkinder. Und das um 22.30 Uhr... Also, ob das einen Erwachsenen anspricht? Und zudem wirken die Dialoge - und sind sicherlich auch - auswendig gelernt und wenig authentisch. Die Experten haben auf jede Frage von Enie "schon mal etwas vorbereitet" und fischen ein Modell hervor. Dementsprechend fehlt der Sendung etwas Spontanes, Mitreißendes, Überraschendes. So wird zwar die Architektur ganz leicht, aber interessant ist sie deshalb noch lange nicht...

P.S. Im Internet kann man auf einer virtuellen Plattform eine Figur (Enie) zu verschiedenen Blöcken laufen lassen, wo einen dann Informationen zur Architektur erwarten.


Abb.: oben von http://www.architekturfotoblog.de/2011/03/01/swr-reihe-nie-wieder-keine-ahnung-%E2%80%93-architektur/ (17.03.2011) und unten von http://www.detail.de/artikel_swr-online-special-architektur_27593_De.htm (17.03.2011)

Kommentare:

  1. Ich kann dir nur zustimmen - große Enttäuschung!

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  2. in der ard-mediathek kann man übrigens die letzten zwei ausgaben noch anschauen und sich selbst ein bild von der sendung machen...
    das habe ich gerade getan und nicht lange durchgehalten. es scheint wirklich so, als hätte sich das kinderprogramm in der zeit geirrt.

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