Mittwoch, 25. Mai 2011

Die Struth-Retrospektive in Düsseldorf

zu: "Thomas Struth - Fotografien 1978-2010" in der Kunstsammlung NRW // bis 19.06.2011

Über 100 Werke umfasst die Ausstellung "Thomas Struth - Fotografien 1978-2010" in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20). Sie ist die erste umfassende Retrospektive des Künstlers, die es in Europa zu sehen gibt und damit bietet sie einen breiten Einblick in das Werk des ehemaligen Becher-Schülers.
In den beiden Hallen des Erdgeschosses werden verschiedene Werkgruppen Thomas Struths - darunter die wohl bekanntesten Dschungel- und Museumsbilder - großzügig präsentiert.
Aber die erwartete Begeisterung hat sich beim Durchschreiten der viel beachteten und gelobten Schau nicht eingestellt. Ich weiß nicht, woran es liegt. An der Gattung Fotografie, mit der ich nie so richtig warm geworden bin? Vielleicht liegt es daran, dass eine Fotoausstellung immer so steril, glänzend und anonym daherkommt?
Der Künstler vor einem seiner Bilder aus der Dschungel-Werkgruppe
Was mich dann allerdings erfreute und sofort versöhnte, war der Film (von Ralph Goertz und Werner Raeune), der im Auditorium gezeigt wird. In einer guten halben Stunde wurden alle meine Fragen geklärt: Wie arbeitet Thomas Struth eigentlich? Worauf legt er wert? Auf einige Werkgruppen wird genauer eingegangen und sogar beim Hängen der aktuellen Schau wurde der Künstler begleitet. Den Film also sollte man sich in jedem Fall ansehen, denn er bringt einem die komplette Ausstellung näher und macht sie zu einer runden Sache!

Und noch eine Randnotiz: Dadurch, dass die Struth-Ausstellung lediglich das Erdgeschoss des Museums in Anspruch nimmt, steht das obere Geschoss des Neubaus der Sammlung zur Verfügung. Unter anderem sind dort die großen Richter-Gemälde und einige ältere Cragg-Arbeiten zu sehen! Sehr schön!

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