Donnerstag, 16. Juni 2011

Abkühlung gefällig?

zur Installation des Films "The End", 2009 von Ragnar Kjartansson bei der Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien

In Wien ist es heiß. Sehr heiß. Da hat man, meiner Meinung nach eigentlich nur zwei Möglichkeiten: man kann ein Eis essen oder in die Himmelpfortgasse in die Thyssen-Bornemisza Art Contemporary gehen. Wenn man es dort bis in den Dachstuhl schafft, dann hat man es geschafft. Dann sitzt man gemütlich bei durch die Löcher glitzernder Sonne auf einem Strohballen und wird von allen Seiten durch eine wunderbare Darbietung des isländischen Künstlers Ragnar Kjartansson unterhalten (der Künstler gestaltete unter anderem auch den isländischen Pavillon bei der Biennale in Venedig 2009).
Video-Still von "The End", 2009
Teil der Gesamtinstallation
Er steht mit seinem Kompagnon inmitten der kanadischen Rocky Mountains. Schnee überall. Die beiden frieren und zittern, reiben sich die Hände. Und dann spielen sie. Dreißig Minuten. In jedem der fünf Videos spielt das Duo auf anderen Instrumenten und alles fügt sich zu einem wunderbaren Musikstück zusammen . 
Und auf einmal spürt man die Hitze gar nicht mehr, die schwitzigen Hände, die klebrigen Klamotten und läuft fröhlich summend die Treppen hinunter, in die warme Sonne.

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