Dienstag, 14. Juni 2011

Ein bisschen wie im Zoo

zu: "StreetArt - meanwhile in deepest east anglia, thunderbirds were go" in der Von der Heydt Kunsthalle // bis 25.09.11


Es sei ein bisschen wie im Zoo, sagt Rik Reinking - Kunstsammler und Kurator der Ausstellung - über "StreetArt - meanwhile in deepest east anglia, thunderbirds were go" in einem sehr aufschlussreichen Interview des dradio. Weil eben die Kunsthalle, das Museum, die Galerie nicht die 'natürlichen Lebensräume' der StreetArt sind.  Es entspricht nicht dem Geist der StreetArt in einem Innenraum auf Einladung zu entstehen und somit ist die Wuppertaler Schau auch streng genommen keine StreetArt-Ausstellung, sondern eine Schau internationaler Künstler, die alle aus dem Bereich der StreetArt kommen.
Hat die Straße in die Kunsthalle geholt: Installation von Faith47
Weil ich heute sowieso in Wuppertal unterwegs war, steuerte ich die Von der Heydt Kunsthalle in Barmen an und musste erst mal suchen. Kein Schild, kein Plakat, nichts weist auf die Ausstellung hin. Also gehe ich in ein pompöses, über 100 Jahre altes Gebäude - bekannt als "Barmer Ruhmeshalle" oder "Haus der Jugend" - und siehe da, im zweiten Stock sitzt dann eine nette Dame, die mich in die Ausstellungsräume lässt. Es gibt (noch) keinen Katalog, keinen Text, keinen Flyer, keine Information.
Boxi: "The Wonderer" (Ausschnitt)
Die Ausstellung ist schon toll: Werke von dreizehn Künstlern sind versammelt. Einige sind offensichtlich direkt vor Ort entstanden und die Vergänglichkeit der Wandarbeiten und -installationen schafft einen zusätzlichen Reiz und verweist auf 'echte' StreetArt. Es hat sich also gelohnt und die sehr umfangreiche Homepage zur Ausstellung hat mich dann am heimischen Rechner fast wieder versöhnt mit dem nicht vorhandenen Vermittlungskonzept vor Ort. Ich war übrigens die einzige Besucherin zu diesem Zeitpunkt.
Ash: "Rodeo Graffiti" (Ausschnitt)

Mark Jenkins' "Embed Sitter" und Mirko Reissers (DAIM) "Up and around"


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