Freitag, 15. Juli 2011

Auf nach Malle!

zu: Die Kathedrale "La Seu" und das Museum Es Baluard Museo de Arte Moderno y Contemporáneo de Palma auf Mallorca


Dass es auf Mallorca mehr zu sehen gibt, als den berüchtigten "Ballermann 6", wissen wir ja inzwischen. Und wer im straffen Urlaubszeitplan neben Sonnenbaden, Sport und gutem Essen der Kunst auch einen Platz einräumen möchte, dem seien zwei Highlights in der Hauptstadt der Insel ans Herz gelegt:


Zum einen - natürlich - die wunderschöne Kathedrale "La Seu".
Hauptfassade der Kathedrale
Das Gotteshaus liegt direkt am Wasser und über dem beeindruckenden Hafen von Palma. Der Blick ist einmalig, aber wirklich besonders ist der hohe, durch extrem schlanke Säulen gegliederte Innenraum. Er wird durch die große, bunte Fensterrose in farbenfrohes Licht getaucht und eignet sich hervorragend zum kurzen Verschnaufen in der Kühle. Diese spezielle Atmosphäre tröstet auch über die vier Euro Eintritt, die etwas gewöhnungsbedürftige Gaudí-Ausstattung und die kitschige Allerheiligsten-Kapelle von Miquel Barceló hinweg.
Die zentrale Fensterrose mit einem Durchmesser von über elf Metern
Nur ein paar Gehminuten entfernt befindet sich das Es Baluard.
Der Eingangsbereich des Museums zeigt die Verbindung zwischen alt und neu
Eine Festungsanlage aus dem späten 16. Jahrhundert wurde durch zeitgenössische Architektur mit viel Glas, Sichtbeton, Stahl und Holz ergänzt und 2004 eröffnet. Vor allem der großzügige Außenbereich auf dem auch zeitgenössische Kunst präsentiert wird und die Terrasse, die den besten Blick über Palma bietet, sind spektakulär! 
Auf einen Blick: die Dachterrasse des Museums, der Hafen und die Kathedrale
Das Museum verfügt über eine Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die immer wieder neu präsentiert wird und es zeigt regelmäßig mehrere Wechselausstellungen parallel. Die mit Abstand beste Arbeit, die zur Zeit im Es Baluard zu sehen ist, stammt von Christian Boltanski (noch bis zum 25.09. unter dem Titel "Signatures"). In dem speziellsten Raum des Museums, einem unterirdischen Wasserspeicher aus dem 17. Jahrhundert, zeigt der französische Künstler eine beeindruckende Installation, die alle Sinne anspricht und ein mulmiges Gefühl hinterlässt, denn sie nimmt Bezug auf die Arbeiter, die den Speicher einst unter größten körperlichen Anstrengungen, Lärm, Staub und Dunkelheit errichteten.


Was unbedingt erwähnt und gelobt werden muss: Der Besucher bestimmt an jedem Freitag den Eintrittspreis selbst. Dabei wird jede Summe, die zehn Cent übersteigt, akzeptiert!

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