Donnerstag, 18. August 2011

Welche Linie?

zu: "The Morning Line" von Matthew Richie, Aranda/Lasch, Arup AGU am Schwarzenbergplatz in Wien, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien // bis 20.11.2011

"The Morning Line is a public art structure" - diese Erklärung gibt Rätsel auf. Was soll denn eine "public art structure" sein? Die Antwort liefert wohl das Werk selbst. Im wahrsten Sinne ist die Installation auf dem Schwarzenbergplatz eine Kunststruktur. Sie umschließt den Besucher und schafft Raum für - und das ist wohl der Clou der Sache - Musik. Von weitem nicht zu erahnen und von außen kaum hörbar, entfalten sich im Inneren unterschiedliche Kompositionen von 27 verschiedenen Soundkünstlern.
Ein Infokiosk gibt Auskunft über Programm und Idee der Installation. (Allerdings nur zu bestimmten Öffnungszeiten; ich war natürlich außerhalb dieser Zeiten da!) Und ein mehrseitiges Zeitungsblatt stellt die einzelnen Komponisten vor.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Zeitung kaum geholfen hat. Mal ehrlich - wer liest denn (im Nieselregen) viel Text in einem wenig handlichen Blättchen, das so groß ist wie eine normale Tageszeitung? Bleibt also allein die Erfahrung im Inneren der Installation. Das ist ganz nett - das schwarze Gebilde lässt die Umgebung durchblicken und man kann sich in die Struktur der einzelnen Elemente vertiefen (ich habe sofort nach einem Muster gesucht...). Aber die Beziehung zwischen den 'Sounds' und der Umgebung bzw. dem schwarzen Kunstwerk (soll oder will es überhaupt eines sein?) bleiben mir schleierhaft. Und auch der Titel erschließt sich mir nicht. Die Informationen des Initiators Thyssen-Bornemiszan Art Contemporary sind ebenfalls spärlich: die "Morning Line" sei eine interdisziplinäre Plattform für Künstler aller Art um eine neue "Form" zu entwickeln. Ich kann bei einem Besuch nur empfehlen: Nicht versuchen alles zu verstehen, sondern einfach erleben!

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