Samstag, 10. September 2011

Museum der Wünsche

zu: "Museum der Wünsche" im MUMOK, Wien // bis 08.01.2011

Wessen Wünsche werden hier gezeigt? Die des Museums oder doch eher der neuen Direktorin? Oder ist das eigentlich dasselbe?
Ausstellungsansicht
Über Karola Kraus und das MUMOK hatte ich HIER und HIER schon berichtet. Seit gestern abend ist das Museum nach Schließzeit und Umbauarbeiten wieder geöffnet und die erste Ausstellung der neuen Direktorin ist präsentiert: Das Museum der Wünsche. Die gesamte Ausstellungsfläche dient dem Wunschmuseum. Das heißt, eigentlich ist es eine Sammlungsausstellung (gibt es übrigens meiner Meinung nach viel zu selten). Verschiedenfarbige Beschilderungen weisen darauf hin, dieses hier ist schon Teil der Sammlung, dieses wurde soeben gekauft und Blinky Palermo, Albert Oehlen, Franz West, Cy Twombly oder Dan Flavin sind noch gewünscht. Interessant wäre gewesen, warum dieses oder jenes Werk die Sammlung bereichern könnte. In vielen Fällen war mir die Auswahl unklar. Ein kleiner Hinweis hätte einen spannenden Einblick in die Sammlungspolitik gegeben - und hätte vielen Besucher klar gemacht, worum es in dieser Ausstellung eigentlich geht. Nämlich das Museum der Zukunft, die Sammlung der Zukunft zu präsentieren. Besser gesagt: Karola Kraus' Museum und zukünftige Sammlungspolitik. Aber das wäre wahrscheinlich wirklich zu viel des Guten gewesen. Deshalb freue ich mich erstmal über eine sehr umfangreiche Sammlungsausstellung, in der es echte Schätzchen zu entdecken gibt und den Versuch eines Einblicks in das zukünftige Aussehen des MUMOKs.
Albert Oehlen wünscht man sich


Foto oben: Julia Stix © mumok
Foto unten: Stefan Rohner, Courtesy the artist & Galerie Max Hetzler, Berlin © VBK, Wien 2011



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