Mittwoch, 19. Oktober 2011

IM SCHLAGLICHT: Mit Fundraising 2.0 zum Kunstkammerhauptmäzen

zu: Wiedereröffnung der Kunstkammer KHM, Wien im Dezember 2012

Für das Kunsthistorische Museum in Wien spenden? Bei Preisen von bis zu zwölf Euro für einen Museumsbesuch, habe ich das bisher nicht in Betracht gezogen. Das könnte sich jedoch ändern.
Mit einer interessanten Idee zum Spendensammeln für Bau- und Renovierungsarbeiten macht nämlich derzeit die Kunstkammer des KHM auf sich aufmerksam: Die Stadt ist übersät mit Plakaten, die zum „Mitbauen“ der Kunstkammer aufrufen – mit 49 Euro ist man dabei. Aber was genau hat es damit auf sich?
Größen des Kulturbetriebs in Wien wie Karlheinz Essl oder Erwin Wurm stehen Pate für das Projekt. Sie bewerben einen goldenen Helm, von dessen Erlös 21 Euro an die Kunstkammer gehen. Der Besitzer eines solchen Helmes wird zum „Kunstkammerhauptmäzen“ (kurz: KKHM) erklärt.
Erwerben kann man das Goldstück entweder auf der Website des KHM oder im hauseigenen Shop. Dort habe ich mir den Helm einmal näher angeschaut und bin leider enttäuscht worden. Statt des schönen matten Schimmerns, kommt der Kopfschutz in stark glänzendem Goldgelb daher und entspricht gar nicht jenem Helm auf den Plakaten:
Ob das der Grund ist, warum bisher nur wenige Radfahrer in Wien mit dem Helm gesichtet wurden, oder vielleicht die anrückende kalte Jahreszeit, die viele eher dazu ermutigt, ihre Velos in den Winterschlaf zu schicken, anstatt sich mit passender Ausrüstung zu versorgen, weiß ich nicht. Auch bleibt abzuwarten, ob diese Aktion den erhofften Geldsegen für die Kunstkammer bringt – wünschenswert ist es allemal. Wir drücken die Daumen!

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