Donnerstag, 8. März 2012

Vom Schenken und Leihen

zu: "4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen" im LehmbruckMuseum // bis 29.04.12


Also dieses LehmbruckMuseum. Irgendwie ist es zu meinem Lieblingsmuseum im Ruhrgebiet geworden. Ich habe das Gefühl, die denken sich da pausenlos gute Sachen aus (und scheuen sich übrigens auch nicht, diese ausführlich zu kommunizieren): Hervorragendes Ausstellungsprogramm, super Vermittlungsarbeit (z.B. auch für "Menschen mit besonderen Bedürfnissen"), abwechslungsreiche Veranstaltungen - ein Besuch dort lohnt sich immer.
Otto Piene "Fleurs du Mal" 1969
©VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum
Erst vorletzte Woche war ich bei der gut besuchten Eröffnung von "4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen" vor Ort. Im hinteren Teil des Museums wurden - der Ausstellungstitel lässt es ahnen - vier Räume für vier Künstler eingerichtet, von denen dem Museum in den letzten Jahren Arbeiten vermacht wurden. Los geht es mit dem Raum von Otto Piene, indem seine "Blumen des Bösen" für ordentlich Furore sorgen und zusammen mit einigen geschenkten und geliehenen Keramikarbeiten gezeigt werden.

Hans-Peter Feldmann "Eva/Venus" und "David" 2006
©VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum
Durch die Räume von Karl Otto Götz und Reiner Ruthenbeck gelangt man zu dem Raum meines zweiten Favoriten, Hans-Peter Feldmann. Hier fallen natürlich sofort die einander zugewandten "Eva/Venus" und "David" ins Auge. Besonders schön ist die "Bürgermeister"-Serie, in der übrigens auch Herr Sauerland in seinem hölzernen Büro nicht fehlt.
Museums-Wunschliste
Die Ausstellung führt ganz offen vor, wie sehr Museen von Schenkungen und Leihgaben profitieren und wie angewiesen sie darauf sind. Zum ersten Mal ist mir in diesem Zusammenhang auch die 'Ankaufswunschliste' des LehmbruckMuseums aufgefallen, die im Foyer ausliegt und darauf wartet, von großzügigen Besuchern erfüllt zu werden. Also ich würde mich ja für den Lüpertz-Bozzetto einsetzen...
Kris Martin "Mandi VIII"
Courtesy Sies+Höke, Düsseldorf, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
"4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen" ist aber nicht der einzige Grund, aus dem sich mal wieder ein Besuch im LehmbruckMuseum lohnt. Denn noch bis zum 17. Juni ist Kris Martins Werk "Mandi VIII", das sich auf die weltberühmte, antike Laokoon-Gruppe bezieht, zu sehen. Was es mit dieser Plastik auf sich hat, kann man am 01. April durch eine Kuratorenführung zum Thema herausfinden - dann werde ich wohl wieder zu Gast in Duisburg sein!

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