Donnerstag, 3. Mai 2012

Ein Wahrzeichen für das Ruhrgebiet (Teil II)

zu: Ausstellung und Katalog "Herkules - Bozzetti für ein Monument im Ruhrgebiet" des LehmbruckMuseums, Duisburg

Verspätet, aber doch: der Katalog zur schon im Mai letzten Jahres zu Ende gegangenen Ausstellung über die Entwurfsarbeiten von Markus Lüpertz zum "Herkules" ist da! Über den Herkules berichtete ich letztens HIER - heute nun also geht es um den Katalog. Zuerst all das Gute: Das Layout ist klar und schlicht, es gibt sehr viele schöne, großformatige Fotografien der Bozzetti (insgesamt waren es 43), Luftaufnahmen vom großen "Herkules" auf dem Zechenturm und die Fotos von der Installation der Kleinplastiken im LehmbruckMuseum geben einen guten Eindruck von der vergangenen Ausstellung.

Ausstellungsansicht
 
"Herkules" im Entwurfsstadium
Insgesamt zwei Texte (dreisprachig: deutsch, englisch und türkisch!) sollen dem Buchkäufer außerdem die Entwürfe näherbringen. Der Text von Eric Darragon aber ist mit Verweisen auf die Philosophiegeschichte und Vergleichen zu anderen Plastiken Lüpertz' gespickt und ohne entsprechendes Wissen und die Analyseansätze rund um Markus Lüpertz' Werk kaum zu verstehen. Nur verhältnismäßig kurz geht es dann tatsächlich um die Bozzetti. Der Text des Direktors Raimund Stecker liest sich da schon besser und ist als Einleitung geeignet.

Mein Fazit: Der Katalog ist ein sehr schöner Bildband geworden. Für interessierte Laien hätte ich mir weniger schwer Verständliches und unnötig Verkomplizierendes und mehr klare Worte in den Texten gewünscht, für die professionell Interessierten hätte eine frische Ansicht der Dinge gut getan (denn Herr Darragon taucht in der Literatur öfter mal auf). Und wieso z.B. nicht mal die Frage diskutieren, ob es sich bei Lüpertz' kleinen Entwürfen tatsächlich um Bozzetti handelt wie Ausstellungs- und Buchtitel nahelegen?

Abbildungen von: http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/medien/bindata/IMG_1158_frei.jpg, http://www.duisburg.de/micro2/lehmbruck/medien/bindata/MLP_239.jpg.

Kommentare:

  1. Jetzt dann doch mal meine Frage: Soll das eine Rezension eines Ausstellungskatalogs sein oder geht es hier nur darum, dass ihr ein Freiexemplar das Katalogs bekommt und deshalb ein paar Pflichtzeilen geschrieben werden?

    Worum geht es denn in den Texten? Welche Fragen werden gestellt? Welche Antworten gegeben?

    Ihr entlarvt Euch in Euren Texten öfter als auch vermutlich lieb ist, als doch recht unbeholfen und v.a. auch unwissend, oder?

    "Der Text von Eric Darragon aber ist mit Verweisen auf die Philosophiegeschichte und Vergleichen zu anderen Plastiken Lüpertz' gespickt und ohne entsprechendes Wissen und die Analyseansätze rund um Markus Lüpertz' Werk kaum zu verstehen."

    Habt ihr den Text jetzt nicht verstanden? Möchtet ihr sagen, dass andere Leute nicht genug Vorwissen mitbringen, um den Text zu verstehen?

    Fazit: eine nichtssagende Rezension. Das trifft übrigens auf 98,7% der hier publizierten Texte zu. Was da so über Pressekonferenzen etc. geschrieben wird, ist doch sehr peinlich.

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  2. Also ich persönlich finde es gut, dass Lena ganz einfach herausstellt, was ihr am Buch gefällt und was nicht. Warum immer dieses (künstliche) intellektuelle Herumgeschwafel?
    Der Band scheint gut gemacht zu sein. Mit vielen Abbildungen, einem informativen Einleitungstext vom Museumsdirektor und einem Text, der vielleicht etwas über das Ziel hinausschießt. So interpretiere ich Lenas Beitrag zumindest: Eine einfache ehrliche Meinung, weder entlarvend noch peinlich.
    Und Lena, wie stets um Dein Lüpertz-Wissen?

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  3. Lieber Anonym (1), zu 98,7% finde ich es doch sehr peinlich, anonym zu kritisieren...

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  4. Ich kann hier auch einfach meinen Vornamen hinschreiben, wie Du lieber Thomas, das hilft keinem weiter, oder? Also, hier nun mein Vorname.

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  5. Sabine,
    da gibt es wohl ein Missverstaendnis. Kunstgefluester will kein wissenschaftliches Blog sein, sondern informieren, unterhalten und ein paar Tipps geben. Vor allem wollen wir kunstinteressierte Laien ansprechen und zeigen, dass man kein Experte sein muss, um sich mit Kunst zu beschaeftigen.
    Eine Kritik sollte diese Dinge beruecksichtigen.
    Gruss,
    Lena

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