Donnerstag, 4. Oktober 2012

Britische Malerei im Rudolfinum

zu: "Beyond Reality. British Painting Today" im Rudolfinum, Prag // bis 30.12.2012
Jason Brooks, "Zoe", 2003-2004
Ist es Fotografie oder ist es Malerei? Ist es real oder doch nur Täuschung? 
Diese Fragen muss sich unweigerlich jeder stellen, der momentan das Rudolfinum betritt. Seit gestern abend gibt es dort eine Ausstellung britischer Malerei zu sehen, die mit einem prominenten Künstleraufgebot die Realität auszuloten versucht.

Wie kann ich die Realität darstellen? Und vor allem: was ist Realität? Der Besucher sieht riesenformatige Bühnenszenen, mittelgroße verunstaltete "Alte Meister" und kleinere Malereien von Naturphänomenen. Damien Hirst gibt Einblick in einen Operationssaal und Jonathan Wateridge stellt die Realitätsfrage, indem er eine Frau mit Tasche und Koffer auf einem Flur vor etlichen verschlossenen Türen zeigt, sich der Flur aber bloß als Bühnenarchitektur entpuppt. Um sie herum nämlich sieht man nichts als eine große, dunkle Halle. Die anderen Szenen von Wateridge sieht man dann auch in anderem Licht: ist das vielleicht auch alles nur Schein?
Jonathan Wateridge, "Matinee", 2011
Das Rudolfinum hat es wieder mal geschafft: Die soeben eröffnete Ausstellung bietet all jenen, die Wert auf Prominenz legen, eine Liste namhafter Künstler und ist dabei noch umfangreich und anregend, wirft die richtigen Fragen auf und gibt sogar vielleicht auch ein paar Antworten darauf, was denn Realität nun sein könnte.

Abb. von: http://www.galerierudolfinum.cz/en/exhibition/beyond-reality-british-painting-today (04.10.2012)

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