Montag, 31. Dezember 2012

Wir blicken nur kurz zurück auf 2012 und freuen uns auf

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überschätztDie arte-Serie "Alles für die Kunst" geht zu Ende und was bleibt? Das Geheimnis des Kunstschaffens wurde nicht gelüftet und die Juroren haben klar gemacht, warum der Kunstbetrieb (manchmal) ein Rätsel bleiben muss. Sie beurteilen die Kunst zu oft subjektiv und erklären zu selten+++Virtuelle Kunstmessen und Museumsbesuche online: Den Tag, an dem das Kunsterlebnis am Computer den Genuss in einem Museum oder einer Galerie ersetzen kann, werden wir nicht erleben+++Gabriel Orozcos Intention mit "Asterims" ist eine Sache; die Konzeption der Ausstellung sowie die in keinem Verhältnis dazu stehende Publicity eine andere+++Auch Gerhard Richters Berlin-Präsenz wurde monatelang gehypt, die wartenden Menschenmassen sollten und konnten da für sich sprechen. Richters Werke sind meisterlich, dennoch ging das Tohuwabohu letztendlich wohl jedem Einheimischen auf die Kunst-Nerven+++Ähnlich verhält es sich mit der Potsdamer Schlossausstellung "Friedrisiko", die im Jubiläumsjahr von Friedrich dem Großen dessen Leben inszenatorisch näherbringen sollte. Immense Eintrittskosten gepaart mit chaotischer Missorganisation ließen den Besuch nicht gerade zu einem rundum runden Erlebnis werden. 

unterschätztAbseits der etablierten Kunstecken in Düsseldorf entwickelt sich die Schmuddelgegend um den Worringer Platz. Nach dem legendären Single Club im Bistro Agi zieht dort immer mehr Kunst hin: Galerie Max Mayer, TRANSMISSION e.V., Venus & Apoll - die zentrale Lage und günstigen Mieten sprechen für sich...+++Alle haben sich aufgeregt. Die Anwohner und Touristen, das Feuilleton. Aber Damien Hirsts monumentale Frauenskulptur "Verity" trotzte dem Gespött und steht immer noch, mittlerweile fast schon wieder vergessen, eindrucksvoll im englischen Küstenort Ifracombe+++Bereits viel Aufmerksamkeit bekommen hat das alljährliche Gallery Weekend, würde aber unseres Erachtens noch mehr verdienen. Leider teilt sich dieses immer den engen Zeitraum mit anderen lokalen Events, sodass es ein wenig untergeht. Schade bei diesem großartigen Angebot und hochkaratiger Beteiligung+++ Unterschätzt wurde darüber hinaus die Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von John Cagein der Akademie der Künste. Nur wenige haben die deutsche Kunstlandschaft derart beeindruckend geprägt und hätten noch das gewisse Mehr an Öffentlichkeit verdient+++Abschließend sollen noch die Ausstellungsräume von NGBK Kreuzberg ein ausstellungsübergreifendes Lob für kluges und impulsgebendes Kuratieren erhalten: Weiter so!

zu Recht gehyptDer Louvre eröffnet eine Zweigstelle im kleinen Ort Lens, mitten in der französischen Provinz und lässt in einem unaufdringlichen Neubau bei freiem Eintritt Werke des Louvre bewundern. Die Idee macht hoffentlich Schule+++Die documenta-Leitung verbot Stephan Balkenhol seine Glockenturmfigur. Er machte sie trotzdem und sie schwebt noch immer hoch oben über dem Friedrichsplatz in Kassel+++Art and Press im Gropius-Bau sowie Cloud City von Saraceno im HamburgerBahnhof waren für uns die völlig zu Recht gelobten Highlights des Berliner Kulturjahres. Wer letztere Ausstellung verpasst hat, kann sich übrigens mit einem kleinen FILMPROJEKT trösten!

Wir danken Euch für die Treue und wünschen allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013!!!

Eure kunstgeflüsterinnen
Lena, Linda & Nela 

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