Dienstag, 22. Januar 2013

IM SCHLAGLICHT: Bethanien im Zeichen der Kontextverschiebung

zu: Neue Ausstellungen im Künstlerhaus Bethanien // bis 10.02.2013

Dies ist ein eher unorthodoxer Post, handele ich der Intention des Blogs eher zuwider: Ich kann dieses Mal keinen Erfahrungsbericht mit persönlicher Note liefern, sondern nur eine objektive, sozusagen nicht verifizierte Empfehlung abgeben. Denn mein Objekt der Kunstbegierde der letzten drei Tage – das Künstlerhaus Bethanien – hält aufgrund eines technischen Defekts seine Räumlichkeiten gleich zu Beginn der neuen Ausstellungszeit geschlossen. So bleibt mir und uns nur das Abwarten und gemeinsame Erkunden der Darbietungen, sobald die Kreuzberger Kulturinstitution wieder geöffnet wird.
Joris van de Moortel
Einen kleinen Vorgeschmack auf die Künstler bieten die Abbildungen auf der Homepage. Da wäre zum einen beispielsweise Joris van de Moortel, der mit seinem Werk „Schwarz oder weiß, es ist mir gleich. Es gibt keine Farben in diesem blauen Reich“ Alltagsgegenstände zu „unprätentiösen Artefakten“ zusammenbastelt, wie er seine Kunst beschreibt. Der passionierte Musikperformer bedient sich dem Prinzip der Dekonstruktion und Rekontextualisierung, indem er die Regeln von Zeit, Raum und Material aufhebt und beliebig neu kombiniert.
Hyein Lee
Zeit spielt auch bei der Malerin Hyein Lee eine zentrale Rolle. „Sketch Book“ thematisiert diese im Zusammenhang mit Prozesshaftigkeit „an der Schnittstelle von Stadt, Mensch und Natur“. Interessant ist daran vor allem der starke Bezug zu Berlin in ihren Arbeiten. Gewöhnliche Orte versprechen so, eine verwandelte Bedeutung zugeschrieben zu bekommen, die unsere Wahrnehmung beeinflussen und einen Perspektivwechsel mit sich bringen könnte.
Aiko Tezuka
Last but not least: Den vielversprechendsten Einblick gewährt der kurze Begleittext über Aiko Tezuka: In Ghost – Suspended Organs widmet sich die Künstlerin dem Antagonismus zwischen Sichtbarem und Verborgenem. Ihr Ziel ist es, verborgene Strukturen freizulegen; nicht zuletzt auch im übertragenen Sinne. Was passiert, wenn zuvor Undurchsichtiges plötzlich transparent wird?

Abb. von: http://www.bethanien.de/exhibitions am 21.01.13 

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