Dienstag, 23. April 2013

Schwarz und Weiß

zu: "Ein Drittel Weiß", KIT Düsseldorf // bis 20.05.13 // erschienen bei INDEX
 

Hin und wieder schreibe ich für INDEX - Das Kunstmagazin für Düssseldorf. Die aktuelle Ausgabe enthält folgenden Bericht von mir:
 

"Wenn Sie im Kunstkontext ans Schwarz-Weiß denken, dann kommt Ihnen wahrscheinlich zunächst die Fotografie in den Sinn. Vielleicht tauchen vor Ihrem inneren Auge Bernd und Hilla Bechers berühmte serielle, farblose Fotos von Industrieanlagen, Fördertürmen, Gasometern auf. Verfolgen Sie diese Linie weiter, landen Sie bei den frühen schwarz-weißen Fotografien, die dem Düsseldorfer Becher-Umfeld entstammen. Unbunte, relativ kleinformatige Bilder von zum Beispiel Thomas Struth und Thomas Ruff. Und schon befinden Sie sich mitten in der Ausstellung "Ein Drittel Weiß. Das zeitgenössische Interesse am Schwarz-Weiß", die noch bis zum 20. Mai im KIT (Kunst im Tunnel) zu sehen ist.
Martin Pfeifle: "RADO", 2011
Thomas Struths Fotografien von Düsseldorfer Straßen aus den späten 1970er-Jahren bilden den chronologischen Ausgangspunkt der Ausstellung und sind gleichzeitig Schlüsselwerke im Œuvre des Künstlers. Sie markieren den Wechsel des jungen Akademiestudenten von der Klasse des Malers Gerhard Richter in die damals frisch gegründete Foto-Klasse von Bernd Becher und damit seine verstärkte Hinwendung zum Medium Fotografie. In den unterirdischen Räumlichkeiten des KIT sind sieben Arbeiten aus der "Straßen-Serie" zu sehen. Alle zeigen ganz nüchtern in Schwarz-Weiß Düsseldorfs Straßen, haben annähernd dieselben Maße und hängen in gleichmäßigen Abständen an der rauen Betonwand.
Einige Schritte weiter sind 24 Fotoarbeiten unterschiedlichen Formats und mit unterschiedlichsten Motiven von Thomas Ruff – bekanntermaßen ein Studienkollege von Struth – im Block (drei waagerechte Reihen aus je acht Bildern übereinander) zu finden. Diese Werke stammen aus der Serie "Zeitungsfotos", die Thomas Ruff bereits in den frühen 1980er-Jahren begonnen hat. Es handelt sich dabei um Reproduktionen von Pressefotos aus Tages- und Wochenzeitungen. Aus dem Kontext gerissen, ohne Text und Bildunterschriften, befreit der Künstler die Bilder von ihrer illustrativen Funktion und zeigt sie einzeln gerahmt als eigenständige Werke einer Serie. Die Motivvielfalt ergibt sich ebenfalls aus ihrem gemeinsamen Ursprung, denn auch in den Zeitungen finden sich Bilder mit verschiedenen Sujets und aus unterschiedlichen Genres in direkter Nachbarschaft – Porträts bekannter Personen neben Fotos von Katastrophen neben Aufnahmen großer Sportereignisse. [...]"

Und der komplette Artikel ist HIER zu lesen - viel Spaß!

Abb. von: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151237895892470&set=pb.169805837469.-2207520000.1366567451.&type=3&theater am 21.04.13

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