Mittwoch, 8. Januar 2014

Klasse(n)Ausstellung

zu: "Sugar" im KIT (Düsseldorf) // bis 26.01. // erschienen bei INDEX


Es ist fraglich, ob es immer sinnvoll und förderlich ist, im institutionellen Rahmen Werke junger Kunststudenten einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Auf der einen Seite erscheint es äußerst begrüßenswert, den jungen Künstlern schon früh ein Forum und die Chance zu bieten, sich dem interessierten Kunstpublikum zu präsentieren, und sie somit mit den Regeln des Ausstellungsbetriebs zu konfrontieren. Andererseits sollte die Studienzeit an der Kunstakademie eine Art Experimentierfeld sein, auf dem sich der Künstlernachwuchs in geschützter, der Öffentlichkeit nicht oder kaum zugänglicher Atmosphäre, hemmungslos und ohne Konsequenzen zu fürchten, ausprobieren und entwickeln kann. Häufig sehen Künstler nicht ihren Ausbildungsbeginn als den Auftakt ihres Werks an, sondern vielmehr den Abschluss ihres Studiums. In der Folge kommt es auch nicht selten vor, dass sich junge Künstler, die den Akademiebrief in der Tasche haben und möglicherweise am Beginn ihrer Karriere stehen, nicht mehr mit ihren – berechtigterweise unausgegorenen und in ihren Augen im Nachhinein belanglosen – Arbeiten der Studienzeit identifizieren können. Diese während des Studiums entstandenen Werke verschwinden dann in der hintersten Atelierecke, werden überarbeitet, modifiziert, negiert.
Mercedes Neuß: Sung Manitu Tanka (2012)

Das Ausstellen von studentischen Arbeiten ist eine sensible Sache. Vor diesem Hintergrund erscheint es fast leichtfertig, wenn Gertrud Peters, künstlerische Leiterin von Kunst im Tunnel, während der Pressekonferenz erklärt, die 13 jungen Künstler seien – genau wie ihre Arbeiten, die aktuell im KIT zu sehen sind – intuitiv ausgewählt worden.
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Abb. von : http://www.kunst-im-tunnel.de/d/aktuell/index.html am 07.01.14

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