Donnerstag, 6. Februar 2014

Die Schönheit des Banalen

zu: Marijke van Warmerdam "Nahebei in der Ferne" in der Kunsthalle Düsseldorf // bis 16.03.2014

Ob das wohl Reste eines Kindergeburtstag sind, die da noch am Ende der Eingangshalle stehen? Quietschbunte, heliumgefüllte Sterne und Herzen begrüßen mich in der Kunsthalle Düsseldorf und meine Laune steigt gleich ungemein. An fröhlich farbigen Plakaten vorbei, die Treppe hoch und in die Ausstellung - es hört nicht auf. Eine überdimensionale Papiertüte treibt da ihr Unwesen und bewegt sich munter hin und her. Dann zwei Videos, in denen Papageien abgerichtet sind, kleine Kunststücke zu vollführen. Im Hintergrund der Tiere weht zart im Wind eine Tulpenwiese.
Rrrolle - red, 2011
Und schon sind wir mitten in der Welt der Niederländerin Marijke van Warmerdam (*1958). Sie beschäftigt sich ganz offensichtlich am liebsten mit den alltäglichen, zumeist banalen Dingen und zeigt in dieser Ausstellung eindringlich wie schön doch auch Kleinigkeiten sein können.
Wind, 2010
Besonders ihre Videoarbeiten zeigen Unspektakuläres und sind dabei überraschend poetisch: Flugzeuge malen Streifen in den strahlend blauen Himmel, Blätter fliegen durch die Luft, ein Pferd steht auf der Wiese.
Auf großen Gummireifen sitzend kann man in der Kunsthalle Düsseldorf also ein meditatives Weilchen vor den Videoarbeiten verbringen und ein wenig träumen - und wem das zu gewöhnlich ist, für den hat Marijke van Warmerdam auch noch einen echten Bären im Gepäck.

Nicht verpassen!

Abb. von: http://www.boijmans.nl/images/press/full/560/beeldmvw.jpg und 
http://www.dutchartevents.com/usa/usa-new-york/2010/04/17/marijke-van-warmerdam-work-part-of-louis-andriessen-performance-at-carnegie-hall-new-york-city/(06.02.2014).

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